Vor einem Jahr und heute: zwei Begegnungen, eine Weggemeinschaft
Genau vor einem Jahr, am 11. Januar 2025, wurden unser frisch gewählter
General Frt. Pascal Ahodegnon und sein Rat von Papst Franziskus zu einer
Audienz empfangen. Während sie darauf warteten, vorgelassen zu werden, wartete
noch jemand anders mit ihnen im Vorzimmer des Papstes: Kardinal Robert Francis
Prevost, der heutige Papst Leo XIV., mit dem sie sich angeregt unterhielten.
Rückblickend können wir sagen, dass es sich um ein wahrhaft „prophetisches“
Zusammentreffen handelte.
Denn fast auf den Tag genau, wurden sie ein Jahr später, am Montag, dem 12.
Januar 2026, neuerlich zu einer Audienz beim Papst empfangen, diesmal von Papst
Leo XIV. Nach einem herzlichen Grußwechsel führten der Heilige Vater und Frt.
Pascal ein privates Gespräch, das reich an Inhalten und Perspektiven war. Zu
den behandelten Themen gehörten Fragen von großer Aktualität und Bedeutung,
darunter die Seelsorge in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, die Zukunft der
Ordenskrankenhäuser in Italien, die Situation psychisch kranker Menschen
weltweit und die wachsende Sensibilität der Kirche für diesen Bereich. In
diesem Zusammenhang wurde auch die Präsenz unserer Brüder in Drohobycz in der
Ukraine angesprochen, wo der Orden gerade ein Projekt für eine Einrichtung zur
sozialen Betreuung entwickelt: ein konkretes Zeichen der Nähe zu den vom Krieg
betroffenen Menschen und für den Frieden.
Die Begegnung fand in einer familiären und brüderlichen Atmosphäre statt,
Zeichen einer Gemeinschaft, die sich in konkretem Dienst zeigt. Die Gespräche mit
dem Papst sind für uns nicht nur einfache formale institutionelle Termine,
sondern Etappen einer verantwortungsbewusst und hoffnungsvoll in die Zukunft
blickenden Weggemeinschaft, im Bewusstsein, dass die Sendung des Ordens eng mit
den Herausforderungen der Gesellschaft und der Kirche verbunden ist.







